Hilfen in der Corona-Krise

Liebe Kettwigerinnen, liebe Kettwiger,

die aktuelle Krise und die Kontakteinschränkungen stellen uns alle vor große Herausforderungen. In unserem Privat- und unserem Berufsleben, sowohl die Beschäftigten wie auch die Unternehmen hier in Kettwig.

Persönlich können wir hier in Kettwig Unterstützung leisten, indem wir die vielfältigen Möglichkeiten nutzen, unseren Einzelhandel, Restaurants und Unternehmen weiterhin zu unterstützen. Über die Website „Kettwig-erleben“ können Sie sich über die Liefer- und Serviceangebote der Kettwiger Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger informieren.

Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Hilfsmaßnahmen, die von Bundestag und Landtag beschlossen wurden, schnell und unbürokratisch umgesetzt werden und auch bei den Menschen, die sie am Dringensten benötigen, ankommen.

Viele fragen sich in der Krise: Welche Hilfsprogramme kommen für mich in Frage? Wohin muss ich mich wenden? Was muss ich angeben? Wo finde ich ein Antragsformular? Die SPD-Landtagsfraktion hat einen aktuellen Überblick als Kompaktinfo für Sie zusammengestellt.

Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk zur Corona-Krise

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Stadtbezirk IX,

die aktuelle Situation fordert auch uns ehrenamtliche Kommunalpolitiker heraus. Und zwar müssen wir den Spagat schaffen, mit Vorsicht, Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl auf die aktuellen Herausforderungen des neuen Coronavirus zu reagieren, ohne dabei in unnötige Panik zu verfallen oder diese zu erzeugen. Wir versuchen nach besten Möglichkeiten, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Vollkommen klar ist, dass die Gefahr des neuen Corona-Virus nicht unterschätzt werden darf. Leider tun das noch viele Menschen und tun die gesundheitliche Gefahr als einfache Grippe ab. Dem ist nicht so. Bitte glauben Sie nicht den Menschen, die Ihnen das erzählen. Jeder hat nun die Pflicht, sich und auch seine Mitmenschen vor einer Infektion zu schützen. So kann die Verbreitung des Krankheitserregers verlangsamt werden, um unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten, Medikamente zu entwickeln und möglichst viele Menschen am Ende heil durch diese Krise zu lotsen. Situationen wie in anderen Ländern, in denen nicht genug Kapazitäten zur Behandlung erkrankter Menschen zur Verfügung stehen, müssen hier vermieden werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, dass es hier nicht so weit kommt.

Große Menschenansammlungen sind nun einmal der Infektionsort Nummer eins. Deshalb habe ich die Sitzung der Bezirksvertretung IX am 31. März wie auch alle weiteren geplanten Veranstaltungen und Ortstermine der Bezirksvertretung abgesagt. Ich werde auf die Vorsitzenden der Fraktionen zugehen und darauf hinwirken, eilige Themen im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung zu beschließen. Ich gehe davon aus, dass sich hier im Lichte dieser besonderen Situation alle auf ihre Verantwortung besinnen und parteiübergreifend entscheiden werden. Vorsorglich habe ich für den 28. April eine zusätzliche Sitzung der Bezirksvertretung terminiert. Über deren Durchführung werden wir dann im Lichte der Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt entscheiden.

Abgesagt sind ebenfalls die Bürgersprechstunden von meinem Stellvertreter Herrn Nellessen und mir. Auch die Bezirksverwaltungsstelle ist zu Ihrem Schutz wie zum Schutz unserer dort arbeitenden Kolleginnen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet

Natürlich sind wir aber weiterhin für Sie erreichbar: Bei Anliegen verwenden Sie einfach die bekannte Rufnummer 02018815163, unsere Mailadresse bv9@essen.de oder unsere Postadresse Bürgermeister-Fiedler-Platz 1, 45219 Essen, um uns zu kontaktieren.

Wägen auch Sie bitte ab, welche direkten Kontakte Sie vermeiden können. Nehmen Sie bitte besondere Rücksicht auf die Risikogruppen. Wenn Sie medizinische Fragen haben, dann vertrauen Sie bitte nicht auf Informationen, die momentan insbesondere in den sozialen Netzwerken kursieren. Informieren Sie sich bitte bei den Stellen, die Ihnen seriöse Informationen bieten, wie zum Beispiel das Robert Koch Institut. Für aktuelle Regelungen, die das öffentliche Leben betreffen, nutzen Sie bitte die offiziellen Portale der Ministerien und der Stadt.

Wir müssen aber auch das Positive sehen: Es gab in keiner anderen Zeit so die Möglichkeit über moderne Kommunikationswege auch in Krisenzeiten miteinander im Kontakt zu bleiben, wie heute.Nutzen Sie diese Möglichkeiten der Digitalisierung. Pflegen Sie Ihre Freundeskreise auch weiterhin. Vergessen Sie aber nicht, dass es auch Menschen gibt, die über diese Möglichkeiten nicht verfügen. Vielfach sind das die älteren Mitmenschen, die sowieso schon häufig ein latentes Gefühl von Einsamkeit verspüren. Deshalb nutzen Sie die Zeit, um ganz altbacken den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und ein paar liebe Menschen in Ihrem Leben anzurufen und sich zu erkundigen, wie es Ihnen geht. Für diesen Einsatz für die Mitmenschen danke ich Ihnen ganz herzlich.

Mein Dank geht insbesondere an die Menschen, die nun jeden Tag auch unter einem gewissen persönlichen Risiko dafür sorgen, uns durch diese Krise zu bringen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsdienste, der Rettungsdienste, der Krankenhäuser, der Pflegedienste, der Polizei, der Verwaltung auf den verschiedenen Ebenen, der Supermärkte, der Post, der Müllabfuhren, der medizinischen Forschung, der Lieferdienste, um nur ganz unvollständig ein paar Berufszweige herauszunehmen. Ich hoffe, dass die Wertschätzung, die diesen Berufen nun gegenüber gebracht wird, die Krise überdauern wird. Sie leisten einen unschätzbaren Einsatz für unsere Gesellschaft. Nicht nur in dieser Situation, sondern immer. Es ist schön, dass das nun einmal im Bewusstsein aller Menschen angekommen ist. Und erlauben Sie mir ein politisches Wort: Es wird Zeit, dass wir alle diese Berufe auch endlich ihrer Bedeutung entsprechend bezahlen.

Ich weiß, dass die Situation viele Betriebe, Selbständige wie auch Vereine in unserem Bezirk vor enorme, insbesondere finanzielle, Herausforderungen stellt. Teilweise sogar existenzbedrohend. Diese Sorgen kann ich verstehen und hier muss den Betroffenen eine Perspektive gegeben werden. Das was wir als Lokalpolitik hier an Hilfestellung geben können, sind wir gerne bereit zu leisten. Leider werden wir aber am Ende des Tages als Bezirksvertretung hier nicht viel ausrichten können. Wir werden aber unermüdlich auf höherer Ebene hierauf hinweisen und uns für Unterstützung einsetzen.

Ich bin guter Dinge, dass wir im Essener Süden auch diese Herausforderung mit Engagement, Zuversicht und Mitmenschlichkeit meistern werden. Kommen wir gemeinsam gut, gesund wie vorsichtig durch die aktuelle Krise und bewahren wir uns dabei immer ein Stück Lebensfreude und Optimismus. Packen wir es an!

Mit freundlichen, dankbaren und zuversichtlichen Grüßen

Ihr

Benjamin Brenk

Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk IX

Kern-Gespräch im Februar im „Alter Bahnhof Kettwig“

Zum sechsten „Kern-Gespräch“ lud Oberbürgermeisterkandidat Oliver Kern am 17. Februar in den Bahnhof Kettwig ein. Im randgefüllten Gewölbekeller gab er in lockerem Gespräch Antworten auf die drängenden politischen Fragen: KiTas, Schulen, die Arbeit in der Stadtverwaltung, bezahlbares Wohnen, Freizeitmöglichkeiten, Jugendtreffs, Verkehr, Sport. Welche Schwerpunkte setzt Oliver Kern? Ein Rückblick auf die wichtigsten Themen des Abends. Angefangen mit den Kleinsten.

Mehr Einsatz für die Kleinen

Dass KiTa-Plätze in Essen fehlen, sei keine neue Erkenntnis, denn bereits vor vier Jahren fehlten 2000 Plätze, nunmehr seien es 3000. Es mache auch keinen Sinn, „Zahlenbingo“ zu spielen, sondern das Problem müsse angepackt werden. In der Stadtverwaltung sollten alle Kräfte fokussiert werden auf ein Kernteam, anstatt nur zu einem Austausch auf Kita-Gipfeln einzuladen. Es sei fatal, Kitas schlecht zu reden, meint er – stattdessen muss es darum gehen, Begeisterung zu vermitteln und zu zeigen, dass es sich lohnt, Engagement und Finanzen in die KiTas zu stecken,

Im KiTa-Bereich kennt sich Kern auch in Werden und Kettwig gut aus. Die Schließung der KiTa Vor-der-Brücke, ohne dass etwas Neues als Ersatz geplant ist, sei ein Problem. Die Spange im Süden Kettwigs komme bei der Planung zu kurz. Kerns Ansatz ist es, auch kreative Wege zu gehen und etwa Bestandsgebäude zu nutzen. Als er seine erste KITa in einer ehemaligen Kneipe geplant hat, waren die Menschen skeptisch. Jetzt ist dort eine der schönsten KiTas und viele sind begeistert, dass an dem Ort statt Leerstand nun ein neuer sozialer Treffpunkt entstanden ist.

Sein Motto: „Nicht gleich sagen, was alles nicht geht!“

SPD Kettwig beim Politischen Aschermittwoch

Zum Aschermittwoch lud die SPD Essen in die Stauderbrauerei. Deutliche Worte fand der Vorsitzende der SPD Essen Thomas Kutschaty mit Blick auf die Ereignisse in Thüringen. Es muss einen Konsens der Demokraten geben, sich nicht mit Stimmen der AfD in Ämter wählen zu lassen. Keinen Fußbreit alten und neuen Nazis!

Eine kämpferische Einstimmung auf die Kommunalwahl 2020 bot anschließend Oberbürgermeisterkandidat Oliver Kern in seiner Rede. Das Kettwiger-Kandidaten und Kandidatinnen-Team ist am Start!